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Annelie Brux

Abschiedsfotografie und -beratung

+49 1590 1998339  |  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.  |  anneliebrux.de

Das Thema Abschiedsfotografie ist vielfältig und reicht von Demenzbegleitung über Umzüge bis zu Beerdigungen.

Mein Hauptfokus liegt dennoch auf zwei anderen Themen: Zum einen fotografiere ich Menschen, die selbst mit dem Tod konfrontiert sind. Es entstehen Erinnerungsbilder für die Familie und Freunde und zugleich heilsame Abschiedsmomente. Meist sind es Reportagen im Familienkreis, bei denen Raum für Lachen und Weinen, Erinnern und Schweigen ist. Als Systemische Beraterin kann ich emotional begleiten und unterstützen. Zum anderen widme ich mich der Elternhausfotografie. Dabei geht es um Wohnungen oder Häuser, die durch Auszug oder Sanierung aufgelöst werden. Die Erinnerungen an die Räume und Gegenstände sollen erhalten bleiben.

Das ganze Leben über entstehen Fotos, aber eins wird das letzte sein - diesem möchte ich Bewusstheit schenken und ein warmes Miteinander einhauchen.

    Nachgefragt

    Wann fühlst du dich am lebendigsten?

    Mich lebendig fühlen, passiert mir ganz oft. Mit meiner Familie, wenn ich meine Katze streichle oder Teig für Brot knete. Oft sind es die kleinen Zwischenmomente, die mich kurz innehalten lassen.

    Woran glaubst du?

    Ich bin gemischt christlich-atheistisch aufgewachsen und habe viele Denkweisen kennen gelernt. Bei mir geblieben ist der Glaube an das Leben und dass es immer Recht hat. Damit hängt aber auch zusammen, dass ich für mein Leben und meine Umwelt die Verantwortung übernehme und es mir wichtig ist, vieles bewusst zu fühlen und zu denken.
    Das bringt viel Bewusstsein für Schönheit mit sich - vor allem für die kleinen Dinge.

    Was findest du schwerer: Anfangen? Aufhören?

    Ganz klar das Anfangen. Warum?
    Ich plane so gern und verstricke mich in Ideen und Waswärekönnte. Aus einem Gedanken wird oft ganz schnell ein Großprojekt - mir würde es gut tun, einfach anzufangen und nicht alles zu zerplanen.

    Welche Musik berührt dich?

    Ich habe so ein geheimes Talent - mir fällt es leicht, allem irgendetwas abzugewinnen. Deswegen ist meine Musiksammlung sehr vielfältig und berührt mich oft. Vieles läuft in Dauerschleife.
    Es ist sogar so, dass ich mich von anderen Menschen anstecken lasse, wenn sie von ihrer Berührbarkeit und der Musik dazu erzählen.

    Was hast du zuletzt gelesen?

    Das letzte Buch war „Das Institut der letzten Wünsche” von Antonia Michaelis, einer Autorin, die ebenso produktiv wie underrated ist. Das Institut erfüllt bald sterbenden Menschen den Wunsch, den sie ihr ganzes Leben bei sich trugen. Mögliches und Unmögliches.

    Wo ist dein Ort des Friedens?

    Auf Platz eins ist mein Bett. Auf Platz zwei auch. Und dann kommt mein Garten in Radebeul.
    Und ich merke dieses Friedensgefühl, wenn mein Blick ins Freie geht - entweder im Gebirge über die Landschaft oder am Meer.

    Was bleibt?

    2017 ist mein Papa gestorben. Ich erinnere mich an ihn, wenn ich eines seiner Gerichte koche, wenn ich Rat brauche und ihn in mir befragen kann, wenn ich in der Natur bin, vor allem im Wind - wenn meine Haare durcheinandergeweht werden, die Felder sich wie Wellen bewegen und wenn Wolken über den Himmel ziehen. Manchmal ertappe ich mich bei ähnlichen Ansichten, Aussagen und Gesten.
    Wenn wir genau hinsehen, bleibt also eine ganze Menge.

    Was bedeutet Endlichkeit für dich?

    Ich glaube an Endlichkeit und Unendlichkeit. Beides ist Teil von uns. Aber das alles kann ich aus meiner unbedarften Lebendigkeit mit der rosaroten Brille betrachten. Vermutlich wird die Endlichkeit weniger philosophisch und romantisch sein, wenn ich selbst damit konfrontiert bin.

    Wie möchtest du beerdigt werden?

    Ich möchte in Friedewald an einem Baum begraben werden. Ohne viel Drumherum.

    Was möchtest du hinterlassen?

    Damit beschäftige ich mich gerade ganz konkret, denn meine Eltern haben mir 190 qm gefüllt mit Leben, Dingen und Erinnerungen aus vielen Generationen hinterlassen. Ich habe nun die Arbeit und die Aufgabe, jeden Gegenstand in die Hand zu nehmen und zu überlegen, ob er auch ein Stück weit zu mir gehört. Das ist Luxus und Hürde zugleich. Luxus, weil ich aus der Vielfalt schöpfen kann. Hürde, weil es mich von meinem eigenen Leben ablenkt und mich an die Vergangenheit anderer Menschen bindet.
    Deswegen würde ich gern weniger Dinge hinterlassen. Dafür mehr Menschlichkeit und Werte, die ein gutes Miteinander auf Augenhöhe ermöglichen, ohne Ismen.

    Wie möchte ich erinnert werden?

    Das entscheide ich nicht - das, was ich tun kann, ist durch mein Handeln einen Anreiz zu liefern, dass sich an mich erinnert wird.

    Wie entspannst Du?

    Am besten entspanne ich im Garten und wenn ich Bilder mit Aquarellfarben male.

    Erlerntes & Erlebtes

    • 2023

      Weiterbildung "Systemische Strukturaufstellung"

    • 2020 - 2022

      Ausbildung zur Systemischen Beraterin im Systemischen Institut Dresden-Radebeul und der Advanced Studies Association Kiel c/o Universität Kiel

    • 2017

      Beginn der Abschiedsfotografie

    • 2011

      Gründung von "Annelie Brux Fotografie"

    • 2005 - 2010

      Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Fotografin bei den "Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten Sachsen"

    • 2005

      Auslandssemester in Rom

    • 1999 - 2005

      Studium der Kunstgeschichte und Linguistik an der TU Dresden