hat alles mit der Bitte einer Freundin. Sie hatte im Bestattungsinstitut keinen Sarg gefunden, der ihr zu ihrem verstorbenen, sehr kunstinteressierten Freund zu passen schien. Darum fragte sie mich, ob ich nicht den Deckel eines schlichten Holzsarges gestalten könne.
Die Idee einen Sarg zu gestalten war mir anfangs fremd. Aber dann gefiel mir die Vorstellung, etwas Besonderes für einen ganz bestimmten Menschen zu machen.
Zum Abschied standen die Trauernden dann vor einem Sarg, der schön war für die Lebenden und würdig für den Toten.
Der nächste Impuls kam 2020 in Form der Anfrage einer Buchbinderkollegin, ob ich nicht Urnen für eine Ausstellung anlässlich des 150. Jahrestages des Friedhofs Pirna gestalten könne. Durch Corona blieb die Ausstellung leider fast unbeachtet. Da ich aber für meine Urnen in anderen Zusammenhängen viele positive Rückmeldungen bekam, beschloss ich weitere Urnen zu gestalten und eine eigene Webseite dafür anzulegen.
Für mich ist diese Arbeit ein Prozess, bei dem ich auf unsere Endlichkeit konzentriert bin und meine Kunst nur für den kurzen Moment des Abschieds schaffe - ein schöner, fast philosophischer Ansatz.